1712 erwarb Fürst Johann Adam von Liechtenstein die Grafschaft Vaduz, 1719 vereinigte sie Kaiser Karl VI. mit dem anderen Landesteil, der Herrschaft Schellenberg, und erhob das Gebiet zum Reichsfürstentum Liechtenstein. Vaduz wurde zum Hauptort des ganzen Landes. Seit 1939 ist Schloss Vaduz der dauernde Wohnsitz der
Fürsten von und zu Liechtenstein.
Heute ist das Fürstentum Liechtenstein ein selbstständiger Staat im Alpengebiet zwischen der Schweiz und Österreich auf einer Fläche von 160 km2. Vaduz liegt am östlichen Ufer des Rheins, am Fusse des Dreischwesternmassivs. Aus dem einstigen Bauerndorf, das vor allem durch seinen vorzüglichen Wein bekannt war, ist ein betriebsames Residenzstädtchen mit Banken, Geschäftshäusern und Dienstleistungsbetrieben geworden.