Eigentümer

Unterschutzstellung

Adresse

Nutzung

Fürst von Liechtenstein-Stiftung, Vaduz

30.09.1952

Fürst-Franz-Josef-Strasse 150

Wohnsitz der fürstlichen Familie

Eigentümer

Unterschutzstellung

Adresse

Nutzung

Land Liechtenstein

21.04.1992

Städtle 49

Sitz der Regierung, Landesverwaltung

Kathedrale St. Florin

Eigentümer

Unterschutzstellung

Adresse

Gemeinde Vaduz

24.04.1992

Heiligkreuz 1

Baugeschichte

Die Neugotische Kirche entstand nach den Plänen von Dombaumeister Friedrich von Schmidt, Wien, unter der Bauleitung von Architekt Ignaz Bankó. Den Hochaltar weihte der Churer Weihbischof Kaspar Willi zu Ehren des hl. Florinus, die Seitenaltäre zu Ehren des hl. Kreuzes und der Mutter Gottes.

In den Jahren 1965-1968 erfolgte eine Innenrenovierung mit Anpassung an die neuen liturgischen Bedürfnisse. An der Nordseite des Chors wurde eine Taufkapelle angebaut. Diese dient heute als Andachtskapelle. Kreuzaltar und Marienaltar wurden aufgelöst, die Kanzel und die Beichtstühle abgebaut. Die neuen Beichtstühle sind in Wandnischen eingelassen. Entfernt wurden die Glasfenster von 1871/72 sowie die dekorative Schablonenmalerei aus der Erbauungszeit. Ein neuer Bodenbelag aus roten Tonplatten wurde ebenso angebracht. Der schlichte neue Zelebrationsaltar wurde durch Bischof Johannes Vonderach, Chur geweiht. Der frühere Hochaltar an der Rückwand des Chorraums dient seither zur Aufbewahrung der Eucharistie.

Besonderes

Seit der Errichtung des Erzbistums im Jahre 1997 ist die Pfarrkirche St. Florin zur Kathedrale St. Florin erhoben worden.

In den Nischen bei der zweiarmigen Aussentreppe sind seit 1961 die Bronzeplastiken Maria mit Kind in der Krippe (Geburt) und Pietà (Tod Christi) von Bildhauer Hans von Matt platziert.

Die Kirchenfenster mit Glasmalereien aus der Bauzeit wurden bei der Renovation von 1965-1968 entfernt und teilweise zerstört. Einige Fragmente befinden sich im Liechtensteinischen Landesmuseum, ein Rundfenster wurde im neuen Pfarrhaus eingebaut. Erhalten blieben die alten Fenster über der Sakristei und in den Treppentürmen der Westseite.

Die neuen Fenster wurden von Martin Häusle, Feldkirch, entworfen und von der Tiroler Glasmalerei Innsbruck ausgeführt. Martin Häusle starb 1966, seine Tochter Margarethe Häusle übernahm die abschliessenden Arbeiten.

Kathedrale St. Florin

Rheinberger-Orgel

Die Orgel zu Ehren des liechtensteinischen Komponisten Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901) gestiftet von der Gedächtnisstiftung Peter Kaiser (1793-1864) Vaduz ertönt nach dem Umbau von 2012/13 im restaurativen Sinne wieder im Klangbild von 1874.

1871 hat Fürst Johannes II. von und zu Liechtenstein den grossen Komponisten und Lehrer Joseph Gabriel Rheinberger beauftragt, für den Bau einer Orgel in die neu erbaute Kirche in Vaduz einen guten Orgelbauer zu suchen. Die Wahl Rheinbergers fiel auf Georg Friedrich Steinmeyer, damals einer der berühmtesten Orgelbauer Süddeutschlands. Inzwischen sind die meisten seiner grossen Orgeln durch Neubauten ersetzt oder radikal in Klang und Technik verändert worden. Es ist eine Besonderheit, dass die Vaduzer Orgel immerhin 25 der einst 33 Pfeifenregister – darunter seltene original Prospektpfeifen aus Zinn – in ihrem Bestand hat.

Aufgrund des schlechten Zustandes des Instrumentes wurde 2011 ein Umbau im restaurativen Sinn beschlossen. Eine Analyse ergab, dass nur durch eine Totalrevision als Neubau im restaurativen Sinn die Orgel in ihr ursprüngliches romantischen Klangbild zurückgeführt werden kann, um die Werke Rheinbergers und seiner Zeitgenossen wieder in ihrem authentischen Klang erklingen lassen zu können. Die Register aus Rheinbergers Disposition, die original erhalten geblieben sind, galten dabei als Basis und Richtlinie für die Erneuerung.

Die Orgel hat nun 48 Register, drei Manuale und Pedal. Vom originalen Pfeifenmaterial der alten Orgel konnten 15 Register vollständig und fünf Register teilweise übernommen werden. Die historische Stimmung von a'=431 Hz wurde aufgrund des Denkmalschutzes und zugunsten des romantischen Klangbildes beibehalten. Zur Begleitung von Streich- und Blasinstrumenten wurde zusätzlich ein Positiv in der heutigen Stimmung von a'=440 Hz eingebaut.

Der Stiftungsrat der Gedächtnisstiftung Peter Kaiser unter dem Vorsitz von DDr. Herbert Batliner hat diesem Orgelprojekt besonders hohe Förderwürdigkeit zugesprochen und beschlossen, den restaurativen Neubau mit der bedeutenden Summe zu unterstützen. Regierungsrätin Dr. Aurelia Frick, Ressort Kultur, bestätigt die Namensgebung der Orgel anfangs Mai 2011 wie folgt:

«Orgel zu Ehren des liechtensteinischen Komponisten Josef Gabriel Rheinberger (1839–1901) gestiftet von der Gedächtnisstiftung Peter Kaiser (1793–1864) Vaduz.»

Professor Michael Radulescu aus Wien, einer der weltweit anerkanntesten Orgelvirtuosen. übernahm auf Einladung von Bürgermeister Ewald Ospelt die ehrenvolle Aufgabe der Kollaudierung (Überprüfung) des restaurierten Instrumentes.

Eigentümer

Unterschutzstellung

Adresse

Evangelische Kirche, Vaduz

23.03.2001

Fürst-Franz-Josef-Strasse 9

Baugeschichte

1962/63
Errichtet nach den Plänen des Architekten Franz Hasler, Vaduz

25.03.1962
Grundsteinlegung

März 1963
Einweihung

1972
Anbau eines Gemeinschafts- und Jugendhauses an das Pfarrhaus

2001
Sanierung der Kirche

Besonderes

Es handelt sich hier um einen modernen Kirchenbau in einfacher Formensprache. Das Gebäude wurde mehrheitlich in Beton unter Verwendung von einfachen und möglichst wenig behandelten Materialen errichtet. Riegelwände mit beidseitiger Holzverschalung bilden die Aussenwände nach Norden und Süden. An der Nordwand fällt das grosse Chorfenster mit Aussicht auf die umliegende Natur auf. Die Deckenverkleidung im Innern ist aus Naturholz, der Plattenboden aus Solnhofer Schiefer.

Eigentümer

Unterschutzstellung

Adresse

Evangelisch-lutherische Kirche im Fürstentum Liechtenstein

23.05.1959

Schaanerstrasse 22

Baugeschichte

1700/1720
Erbaut

1955
Erwerb aus einem privaten Sammelbesitz

1961
Restaurierung und Wiederherstellung der Bemalung

Mai 2006
Generalrevision mit Versetzung in die Nordostecke der Kirche

Besonderes

Das Instrument stammt vermutlich aus dem Toggenburg. 

Eigentümer

Unterschutzstellung

Adresse

Nutzung

Land Liechtenstein

21.04.1992

Städtle 43

Museum

Eigentümer 

Unterschutzstellung

Adresse

Nutzung

Land Liechtenstein

01.09.1992

Städtle 37

Postmuseum, Kunstraum Engländerbau

Baugeschichte

1933
Von Architekt Erwin Hinderer erbaut. Auftraggeber für das Geschäftsgebäude war ein englisch-amerikanisch geführtes Lotterieunternehmen, von dem sich der Name ableitet. Nach der Liquidation der Lotterie im Jahr 1934 wurde das Gebäude diversen Nutzungen zugeführt.

1944
Kauf durch das Land Liechtenstein

1952
Erste Ausstellung der Fürstlichen Sammlungen im 2. Obergeschoss

1969
Eröffnung der Liechtensteinischen Staatlichen Kunstsammlungen im 1. Obergeschoss

1986/87
Gesamtrenovierung, mit Umbau des Eingangsbereichs und einer Erweiterung des 1. Obergeschosses

2000
Verlegung des Museums- und Ausstellungsbetrieb ins neue Kunstmuseum

Besonderes

Heute sind im Gebäude das Postmuseum und der "Kunstraum Engländerbau" mit Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst untergebracht.

Engländerbau

Rheinbergerhaus

Eigentümer

Unterschutzstellung

Adresse

Nutzung

Land Liechtenstein

24.04.1992

St. Florinsgasse 1

Musikschule

Baugeschichte

Mitte 16. Jh
Erbaut durch die Grafen von Sulz. Als Amtshaus erbaut, spätere Nutzung als Renthaus, Förster-Wohnung, fürstliche Domänenverwaltung

Frühes 18. Jh
Anbau einer nördlich vorgelagerten Küche

1957
Erwerb durch das Land Liechtenstein

1966/1968
Renovierung und Umbau (Architekt: Hans Rheinberger, Vaduz); Nutzung durch die Liechtensteinische Musikschule

Besonderes

Der Komponist Josef Gabriel Rheinberger erblickte hier am 17. März 1839 als Sohn des Rentmeister Johann Peter Rheinberger das Licht der Welt. Die an der Südseite aufgemalte Sonnenuhr stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Schädlerhaus

Eigentümer

Unterschutzstellung

Adresse

Nutzung

Land Liechtenstein

16.01.1996

St. Florinsgasse 3

Zivilstandsamt, Landesverwaltung

Baugeschichte

1872/73
Erbaut für die Ärzte Rudolf und Albert Schädler durch den Bauunternehmer Seraphin Pümpel, Feldkirch; Nutzung als Wohnhaus und Praxis

1894
Umbau der offenen Terrasse im 2. und 3. Obergeschoss in eine verglaste Veranda

bis 1905
Realisierung in mehreren Bauabschnitten von Waschküche, Remise und Pferdestall

1968
Erwerb durch das Land Liechtenstein; seither Standort von verschiedenen Ämtern der Landesverwaltung

1994/95
Umfassende Aussen- und Innensanierung mit Abriss der Nebengebäude

Besonderes

Im Erdgeschoss ist das Zivilstandsamt untergebracht.

Das Haus gehört zu einem der wenigen Bürgerhäuser in Liechtenstein, das im klassizistischen Stil erbaut wurde. Auf dem Areal stand ein Turmhaus, das 1872 dem Neubau weichen musste.

Altes Pfarrhaus / Ehemals Hofkaplanei

Eigentümer

Unterschutzstellung

Adresse

Gemeinde Vaduz

17.03.1981

St. Florinsgasse 7

Baugeschichte

1753/54
Erbaut

1836 und 1844
Bauliche Eingriffe

1900
Massgebliche bauliche Veränderungen mit neuer Fassade und neuer Raumeinteilung

1969
Als Pfarrhaus aufgegeben

1981/82
Renovation

Besonderes

Schlichtes Bürgerhaus aus spätbarocker Zeit. An der Giebelseite ist eine Kopie des Gnadenbildes "S. Maria del buono Consiglio" ("Maria vom guten Rat"), gefertigt und geschenkt von Pfarrer Ludwig Schnüriger (das Original befindet sich in Genazzano, Italien).

Das Gebäude bildet zusammen mit Pfarrkirche, Schädlerhaus und Rheinbergerhaus ein historisches Ensemble.

Schulzentrum Mühleholz

Eigentümer

Unterschutzstellung

Adresse

Nutzung

Land Liechtenstein

26.05.1992

Marianumstrasse 45

Liechtensteinisches Gymnasium

Baugeschichte

1969/72
Erbaut nach den Plänen von Ernst Gisel, Zürich

1990
Erweiterungsbau mit Schieferverkleidung

Besonderes

In den Jahren 1969/72 wurde das Gebäude an der Gemeindegrenze zu Schaan nach einem international ausgeschriebenen Wettbewerb nach Plänen des Architekten Ernst Gisel, Zürich, erbaut. Das Gebäude hat eine geschlossene Gesamtwirkung, die durch die besondere Anordnung und Durchbildung der verschiedenen Bautrakte erzielt wird. Auffällig ist der Backsteinbau mit gerundetem Klassentrakt, an den sich ein Längsbau anschliesst. Im Jahr 1990 erfolgte ein Erweiterungsbau, der mit einer Schieferverkleidung versehen wurde und sich damit vom Backsteinbau abhebt.

Rotes Haus

Eigentümer

Unterschutzstellung

Adresse

Nutzung

Privatbesitz

28.06.1983

Fürst-Franz-Josef-Strasse 102

Wohnhaus

Baugeschichte

Der Name "Rotes Haus" leitet sich vom roten Farbanstrich ab, der bereits um die Mitte des 19. Jahrhunderts belegt ist. Wohnhaus, Wohnturm und Torkel liegen am Rande des "Abtswingerts". Eine detaillierte Baugeschichte liegt nicht vor. Erste urkundliche Erwähungen gehen auf das Jahr 1338 zurück, wobei in den Unterlagen offen bleibt, ob es sich dabei direkt um das Rote Haus handelte.

Sein heutiges Aussehen erhielt das Haus beim Umbau zwischen 1902-1905. Architekt und Bauherr Egon Rheinberger baute einen Verbindungsturm zwischen Wohnhaus und Torkelgebäude.

Besichtigungen sind nur von aussen möglich.

Hotel Löwen

Eigentümer

Unterschutzstellung

Adresse

Nutzung

Adele Rheinberger-Stiftung

03.07.1979

Herrengasse 35

Hotel und Restaurant

Baugeschichte

1380
Errichtung eines zweigeschossigen Kernbaus über gewölbten Kellerräumen

15. Jh.
Hölzener Anbau nordwestlich des Kernbaus

16. Jh.
Umbau und Erweiterungen in Massivbauweise und Malereien in Seccotechnik, die heute fragmentarisch im Gastraum erhalten sind

1666
Vergrösserung des Gebäudes

1744
Wand- und Deckenbemalung im Obergeschoss mit barocken Rankenornamenten

1786
Erweiterung um ein 2. Obergeschoss mit neuem Mansardendach; die Rankenmalereien von 1744 wurden mit Verputz überdeckt

1804
Erbauung eines Ökonomietraktes mit Torkelraum, Pferde- und Viehstallungen

1881
Laubenanbau in Holz im Fachwerk- und Laubsägestil, Ausstattung der Gasträume mit Brusttäfer

1952
Ersatz des Laubenanbaus durch einen verglasten Verandabau, der bei der Sanierung 1987/89 wieder entfernt wurde

1987/89
Umfassende Renovierung. Die ehemaligen Pferde- und Viehställe wurden zum "Stöckler-Saal" zusammengefasst und der angrenzende Torkelraum steht ebenfalls als Gastraum zur Verfügung. Die Sprossenfenster wurden durch Isolierglas ersetzt.

Besonderes

Die mit Tonnengewölbe überspannten Kellerräume des Hauptgebäudes sind noch weitestgehend im Zustand des 14. Jahrhunderts und werden als Weinkeller genutzt. In der "Lutherstube" ist das gestemmte Brusttäfer von 1881 noch erhalten. Im Hauptgang des Erdgeschosses und in nördlich davon liegenden Räumen sind noch die Holzbalkendecken von 1666 erhalten.

Ehemaliges Arbeiterwohnhaus Jenny, Spoerry & Cie.

Eigentümer

Unterschutzstellung

Adresse

Land Liechtenstein

25.03.1997

Im Mühleholz 39

Baugeschichte

Johann Jakob Spoerry und später Caspar Jenny erwarben seit Ende des 19. Jahrhunderts am Mölibach angesiedelte Gewerbebetriebe, um sie zu Arbeiterwohnhäuser umzubauen. 
Im Jahr 1900 wurde die ehemalige Gipsmühle zu zwei Wohneinheiten umgebaut. 

Besonderes

Bei dem Haus handelt es sich um einen einfachen kubischen Bau mit Satteldach. Der Kachelofen und das Wandtäfer stammen noch aus der Zeit des Umbaus.

Alte Rheinbrücke Vaduz - Sevelen

Eigentumsverhältnis

Unterschutzstellung

Nutzung

2/3 Gemeinde Vaduz, 1/3 Gemeinde Sevelen

22.12.1981

Fuss- und Radweg

Baugeschichte

1870
Bau der ersten Rheinbrücke zwischen Vaduz und Sevelen, Holzkonstruktion (Fachwerk nach Howe'schem System), überdacht, 135 m lang, 5 m breit

18.07.1871
Inbetriebnahme

1900
Brückenneubau unter Verwendung der alten Jochständer, die erhöht wurden. Holzkonstruktion, mit Brettschirm und Dach, 135 m lang, 4.20 m innere Breite

04.06.1901
Eröffnung

Seit 1975
Nutzung als Fuss- und Radweg

2009/10
Renovations- und Instandstellungsarbeiten

03.12.2010
Wiedereröffnung

Besonderes

Einzige erhaltene Rheinbrücke aus Holz im Raum Liechtenstein-Werdenberg

Burgruine Schalun, Wildschloss

Eigentümer

Unterschutzstellung

Gemeinde Vaduz

28.09.1981

Baugeschichte

Ende 12. Jh.
Erbaut

13. Jh.
Erweiterungsbauten

1237
Ritter Ulrich von Schalun wird als Zeuge einer Schenkung genannt, zur Burg selbst fehlen frühe schriftliche Quellen

1616
Erste schriftliche Erwähnung der Burg

15.10.1880
Die Gemeinde Vaduz verkauft die Burg an den Wiener Architekten Ignaz Bankó

Seit 1993
Wieder im Besitz der Gemeinde Vaduz

Besonderes

Spärliche archäologische Funde und Brandspuren lassen auf eine Räumung mit anschliessendem Niederbrennen schliessen.