Start des Solarstromprojekts „Uni Go Solar“ der Gemeinde Vaduz und der Universität Liechtenstein: ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Erreichung wesentlicher Energiezielsetzungen der Gemeinde.

Am 08. Mai 2017 fand der Spatenstich des Gemeinschaftsprojekt „Uni go Solar“ statt. Durch das Projekt wird die Universität Liechtenstein rund die Hälfte ihres jährlichen Strombedarfs durch die Gewinnung von erneuerbaren Energien abdecken.
Herzstück der Anlage ist eine anmutende Holzstruktur mit einem halbtransparenten Dach aus Photovoltaikmodulen, die zusätzlich einen repräsentativen Eingangsbereich vor dem Foyer zur Mehrzweckhalle schafft. Neben dem praktischen Nutzen als Witterungsschutz und Schattenspender soll die mit nachhaltigen Materialen von lokalen Handwerkern errichtete Konstruktion gleichsam als sichtbares Wahrzeichen für die Solarstromproduktion in Vaduz wirken.

Kreativer Entwurf
Das Programm Energiestadt Vaduz/ Raum für Nachhaltigkeit fördert erneuerbare Energien, umweltverträgliche Mobilität und setzt auf effiziente Nutzung der Ressourcen. Auf Grund dieser Ausgangssituation erarbeitete die Universität im Rahmen eines Semesterkurses 2015 mit Studierenden in einem Wettbewerb mögliche Strategien für ein Imageprojekt zur solaren Energiegewinnung. Die Gemeinde Vaduz hat sich dem Projekt angenommen und das Büro Beat Burgmaier Architekten damit beauftragt, den Nachhaltigkeitsgedanken konkret in ein Bauprojekt umzusetzen.

„Es freut mich sehr, dass das initiierte Projekt „Uni go Solar“ der Universität Liechtenstein nun gemeinsam weiterentwickelt werden konnte und jetzt ganz im Zeichen zur Schaffung von Raum für Nachhaltigkeit in Vaduz steht“ so Bürgermeister Ewald Ospelt.

Gelebte Nachhaltigkeit
Nachhaltiges Arbeiten und Leben: das sind zwei Schlüsselgedanken, die an der Universität Liechtenstein massgebend sind. „Uni go Solar ist ein Perspektivenprojekt im Rahmen der Entwicklung der Universität Liechtenstein zu einer nachhaltigen Organisation. Wir schätzen es sehr, dass die Gemeinde Vaduz diese Entwicklung mitunterstützt“ so Rektor Jürgen Brücker.
Von der Fassade zurückgesetzte Photovoltaikmodule auf dem charakteristischen Sheddach der Universität Liechtenstein bilden das eigentliche „Kraftwerk“ im gesamten Projekt. Die gesamte Stromproduktion von 148’000 kWh pro Jahr entspricht etwa dem Energiebedarf von 30 Einfamilienhäuser. „Damit betreiben wir Energiegewinnung mit Eigennutzung, und gleichzeitig sensibilisiert der Solar-Baum die Bevölkerung, Besucher und Studierende für nachhaltige Energie,“ so Markus Graf, Leiter der Zentralen Dienste der Universität Liechtenstein. Der Solar- Baum mit der 1‘000m2 Modulfläche wird im Herbst 2017 fertiggestellt werden.