Im Oktober 2016 befürwortete der Vaduzer Gemeinderat die Umsetzung des Bauvorhabens an der Wuhrstrasse 30 zur Erweiterung des Werkbetriebes und der Angliederung eines Gebäudekörpers für das Liechtensteinische Rote Kreuz (LRK) im Rahmen eines Baurechtes. Am vergangenen Dienstag durften nun der Gemeinderat und das LRK-Exekutivkomitée gemeinsam das Ergebnis des Preisgerichts zur Kenntnis nehmen.

Die beteiligten Architekturbüros hatten bis 13. Juni 2017 Zeit, ihre Ideen und Konzepte im Rahmen des Wettbewerbsprogramms zu entwickeln. Von 27 eingereichten Bewerbungen wurden 23 Wettbewerbsbeiträge zugelassen und bewertet sowie davon letztlich fünf Projekte prämiert.  

Gemeinschaftsprojekt
Die Aufgaben, Anforderungen und Dienstleistungen des LRK, insbesondere seines Rettungsdienstes, sind seit dessen Gründung bis in die heutige Zeit stetig gewachsen und somit gleichermassen der Platzbedarf. Auch die Gemeinde Vaduz suchte seit längerer Zeit eine Lösung zur langfristigen Unterbringung der Bau- und Liegenschaftsverwaltung, da sich diese seit über 20 Jahren in einer unbefriedigenden Raum- sowie Archivsituation im Städtle 14 befindet.

Vorprüfung und Beurteilung
Für das Wettbewerbsprogramm waren das Gesetz über das Öffentliche Auftragswesen (ÖAWG) und die Grundsätze der SIA-Ordnung  bei Anwendung eines ausserordentlichen Ermessungsspielraums massgebend. Nach erfolgter Vorprüfung wurden die anonym eingereichten Projekte im Wesentlichen nach folgenden Kriterien beurteilt:

-          Ortsbauliche Lösung

-          Architektonische Qualität

-          Organisation und Funktionalität

-          Wirtschaftlichkeit (Investition und Betrieb)

Optimierungspotential ausgeschöpft
„Mit diesem Gemeinschaftsprojekt kann nicht nur für das LRK und die Bau- und Liegenschaftsverwaltung eine optimale Lösung gefunden werden, sondern auch für das Werkhofareal. Durch die Zusammenführung der Bauverwaltung mit dem Werkbetrieb werden Synergien genutzt. Der neue Standort ist auch für das LRK aus strategischen Gründen, insbesondere durch die Nähe zur Autobahn, sicherlich die beste Lösung“, so Bürgermeister Ewald Ospelt.

Das Siegerprojekt: THE ROOF

Das Preisgericht, unter dem Vorsitz von Bürgermeister Ewald Ospelt, hat sich am 4. Juli 2017 einstimmig für das Projekt „THE ROOF“ entschieden und gleichentags dem Gemeinderat Vaduz zur Kenntnis gebracht.

Das Projekt „THE ROOF“ überzeugt durch die konsequente Anordnung aller Büronutzungen auf einem gemeinsamen Obergeschoss, woraus sich interessante Raumsituationen ergeben. Der Eingang für die Verwaltung ist grosszügig und vorbildlich gelöst, der Werkbetrieb ist grösstenteils natürlich belichtet, die städtebauliche Erscheinung wird der besonderen Situation am Ortseingang von Vaduz gerecht.

Die Bauzeit beträgt rund zwei Jahre. Somit wird das Bauvorhaben im Dezember 2020 abgeschlossen und bezugsbereit sein.

Ausstellung
Die Wettbewerbsprojekte werden unter Namensnennung der Projektanten öffentlich ausgestellt. Die Ausstellung findet von Freitag, 7. Juli bis Freitag, 14. Juli 2017, samstags und sonntags von 13.00 bis 17.00 Uhr und werktags von 16.00 bis 20.00 Uhr, in der Ausstellungshalle Spoerry, Rüfestrasse 6 in Vaduz statt.